Laienpflege

Die eigene Gesundheit ist ein wichtiges Thema und wird in der Gesellschaft immer größer geschrieben. Ein plötzlicher Pflegefall ist heute keine Seltenheit mehr. Immer häufiger wird darüber in der Zeitung, Radio oder im Fernsehen berichtet.
In den seltensten Fällen beschäftigt man sich mit der Pflegebedürftigkeit da man hofft kein Pflegefall zu werden oder jemanden pflegen zu müssen. Doch leider kann es passieren, dass Sie oder Ihre Angehörigen schneller zum Pflegefall werden als es Ihnen recht ist. Vielleicht fühlen Sie sich heute noch gesundheitlich fit und morgen sieht die Welt schon ganz anders aus. Es gibt viele Eigenschaften, die dazu führen, dass aus einem gesunden Menschen plötzlich ein Pflegefall wird. Zu diesen Faktoren zählen zum Beispiel ein sehr hoher Leistungsdruck auf der Arbeit, Stress in der Familie, kaum Freizeit, falsche Ernährung usw... Häufig kann die Ursache Herzschwäche, Rheuma, Demenz, ein Schlaganfall, so wie ein Unfall mit bleibenden Schäden sein.
Als Folge davon steht Ihnen oftmals ein langer Krankenhausaufenthalt bevor. Nach der Entlassung werden sie in vielen Fällen noch pflegebedürftig sein. Es kann sich dabei um Einschränkungen in der Körperpflege, der Mobilität, der Ernährung und der hauswirtschaftlichen Versorgung handeln. Doch in den eigenen vier Wänden fühlt man sich doch am Besten aufgehoben. Oft sind die Chancen auf Genesung in vertrauter Umgebung auch besser gegeben. Außerdem wird es für Sie angenehmer sein wenn sich Menschen um Sie kümmern, die Ihnen schon immer sehr nah standen. Ein Pflegefall ist oft auch eine sehr hohe finanzielle Belastung. Es gibt verschiedene Pflegestufen. Je nach Pflegestufe muss die Wohnung des Pflegebedürftigen komplett umgebaut werden. Sitzt der Pflegebedürftige in einem Rollstuhl müssen oft die Türrahmen, die Sanitäranlagen, das Bett und die Küche umgebaut werden. Empfehlenswert ist es Sicherheitseinrichtungen wie zum Beispiel Feuermelder anzubringen. Es ist für keinen der Beteiligten einfach mit dieser neuen Situation umzugehen, weder für den Pflegebedürftigen noch für den Pfleger.

Bei der Laienpflege werden Sie hauptsächlich von Bekannten oder Verwandten versorgt und gepflegt. Es handelt sich oft um Pfleger, die keine beruflichen Erfahrungen mitbringen. Daher müssen sich die Pfleger auch häufig umstellen und erstmal lernen mit dieser neuen Situation umzugehen. Oft handelt es sich um einen Vollzeitjob über mehrere Jahre. Als privater Pfleger müssen Sie sich sehr einschränken die eigenen Bedürfnisse bleiben dabei oft auf der Strecke. Zeit mit der eigenen Familie zu verbringen, so wie Freizeitaktivitäten, die eigenen Bedürfnisse bleiben dabei häufig auf der Strecke. Auch der regelmäßige Schlaf droht zu entfallen. Der Stressfaktor ist in diesen Zeiten für die Pfleger sehr hoch, genauso wie die Angst etwas falsch zu machen, da sie vorher mit dieser Aufgabe nicht konfrontiert wurden. Die Pfleger fühlen sich häufig sehr hohem Druck ausgesetzt. Es gibt aber die Möglichkeit sich in Hilfegruppen Rat zu holen. Diesen Rat sollten sich die Pfleger auch zu Herzen nehmen bevor es zu einem Burn out oder sonstigen gesundheitlichen Beschwerden führt.

Ein Pflegefall in der Familie ist nicht nur emotional schwer für die Verwandten und Angehörigen zu verkraften, sondern belastet auch oft den Geldbeutel sehr. Dies bedeutet, dass oft tief in die Tasche gegriffen werden muss um für die Bedürfnisse der Pflegefälle aufzukommen. In sehr hoch eingestuften Pflegefällen, die rund um die Uhr betreut werden müssen, kann es auch oft zu Arbeitsverlust der Pfleger führen. Sie haben keine Zeit mehr am Arbeitsleben teil zu nehmen, da Sie sich rund um die Uhr um den Pflegebedürftigen kümmern. Hut ab vor den Menschen, die sich dafür engagieren und ihre kostbare Zeit dafür aufbringen, denn dies geschieht alles auf freiwilligen Basis. Befassen Sie sich mit diesem Thema und sichern Sie sich ab bevor es zu spät ist. In die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt jeder berufstätige automatisch ein. Jedoch empfiehlt es sich zusätzlich eine private Pflegeversicherung abzuschließen.

News
2017-01-02

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2016-10-25

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Kranke und pflegebedürftige Angehörige zu betreuen und sie zu umsorgen ist anstrengend und nervenaufreibend, eine große physische und psychische Belastung – und ein kaum bezahlter Fulltime-Job. Wenn d...

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