Prognosen über die Entwicklung

Die Gmünder Ersatzkasse (GEK) hat im Jahr 2008 einen wissenschaftlichen Bericht erstellen lassen, der Aufschluss über die Pflege der Zukunft geben soll. Partner der GEK war das Zentrum für Sozialpolitik (ZeS) an der Universität Bremen.

Die Ergebnisse sollten helfen, den Umfang der Pflege, die Wahrscheinlichkeit der Pflegebedürftigkeit, den Verlauf der Pflege, sowie die notwendige medizinische Versorgung abschätzen zu können.

Die Ergebnisse

Die interessantesten Erkenntnisse der Studie waren Folgende:

  • 40 Prozent der Männer und 50 Prozent der Frauen nahmen in ihrem letzten Lebensjahr Leistungen der sozialen Pflegeversicherung in Anspruch.
  • Die mittlere Pflegedauer beträgt bei Männern 15,8 Monate und für Frauen 40,3 Monate.
  • Derzeit sind zwei Millionen Menschen pflegebedürftig, die Dunkelziffer liege bei 3 Millionen weiteren Menschen, die Unterstützung benötigen.
  • Nur ganz wenige Pflegebedürftige schaffen es, ihre Lebenssituation zu verbessern, für der Rest (über 95%) bedeutet steigendes Alter auch steigende Pflegebedürftigkeit.
  • Die medizinische Versorgung von Pflegebedürftigen ist sehr schlecht. Besonders hervorgehoben wurde die schlechte Versorgung durch Orthopäden und Augenoptiker. Skandalös ist, dass viele Pflegebedürftige mit Medikamenten ruhig gestellt werden.

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